KOSTEN

Unbesorgt Hilfe in Anspruch nehmen

 Damit Sie oder Ihre Angehörigen unbesorgt Ihren Pflegedienst in Anspruch nehmen können klären wir Sie gern auf, welcher Leistungsträger welche Kosten übernimmt.

 

Wer übernimmt die Kosten für Ihren Pflegedienst?

Die Kranken­versiche­rung

Die Krankenkasse übernimmt die Kos­ten für Ihren Pflegedienst, wenn es sich um Leistungen der Behand­­­lungs­pflege han­delt. Sie wird vom Arzt verordnet und dient der Siche­rung der ärzt­lichen Behandlung.

Dies können beispielsweise sein:

  • Bereitstellung und Verab­rei­chung von Medikamenten
  • Wundversorgung und Ver­bands­wechsel
  • Injektionen (z. B. Insulin bei Dia­betes oder Heparin zur Throm­bose­vorbeugung)
  • Blutdruck- und Pulsmessung
  • An- und Ausziehen von Kom­pres­sions­strümpfen
  • Nachsorge nach einer Operation oder nach einem Krankenhaus­aufenthalt


Die Pflege­versicherung

Die Pflegeversicherung übernimmt u.a. Leistungen aus der Grundpflege für diejenigen mit Pflegegrad 2-5. Sie übe­rnimmt dann die Kosten für den Pfle­gedienst in Höhe der Maximal­leistung je Pflegegrad.

Diese können beispielsweise sein:

  • Körperpflege (z. B. Duschen, Darm- und Blasenentleerung)
  • Ernährung (z. B. Nahrungs­aufnahme)
  • Mobilität (z. B. An- und Auskleiden, selbstständiges Aufstehen und Zubettgehen)
  • Hauswirtschaftliche Versorgung (Kochen, Waschen, Reinigen der Wohnung)


Eigenanteil

Werden Leistungen in Anspruch genommen, welche nicht über die Pflege­sach­leis­tungen abgedeckt sind, besteht die Mög­­lichkeit diese Kosten eigen­ständig zu übernehmen.

Wird eine Pflegeleistung in Anspruch genommen, welche nicht von den drei o.g. Leistungsträgern über­nom­men wird, besteht ebenso die Mög­lich­keit der eigen­ständigen Kosten­übernahme.



Wer übernimmt die Kos­ten der Verhin­de­rungs­pflege?

Bei Urlaub oder sonstiger Verhinderung der Pfle­ge­person übernimmt die Pfle­ge­kasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens 6 Wochen bis zu einem Gesamtbetrag von 1.612 € je Kalenderjahr. Der An­spruch auf Urlaubs­ver­tre­tung besteht erst, wenn die pflege­bedürftige Person mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft wurde und vor der erstmaligen Ver­hin­derung mindestens 6 Monate in seiner häus­lichen Umge­bung gepflegt wurde. Der Betrag von 1.612 € kann durch noch nicht in Anspruch ge­nom­me­nen Mittel aus der Kurzzeit­pflege aufgestockt werden, auf insgesamt bis zu 2.418 €. Der Anspruch auf Kurz­zeitpflege verringert sich dann entsprechend. Bei Ersatz­pflege durch nahe Angehörige werden die Aufwen­dungen grund­sätzlich auf den 1,5-fachen Betrag des Pflege­geldes des fest­gestellten Pflege­grades beschränkt.

VerhinderungspflegeVerhinderungspflege - Für einen unbesorgten Urlaub


  

Wie hoch ist der Entlas­tungs­betrag?

Wenn Sie ambulant gepflegt werden, haben Sie einen Anspruch auf den so­ge­nann­ten Entlastungsbetrag für zusätzliche Betreuungsleistungen in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Dieses Geld kann eingesetzt werden, um pfle­gende Ange­hörige zu entlasten oder stundenweise eine zusätzliche Unter­stützung oder ein Freizeitangebot in Anspruch zu nehmen. Das Geld kann jedoch nur von aner­kann­ten Einrichtungen und Diensten abgerechnet werden. Sie erhalten das Geld auch, wenn für die Finanzierung zusätzlich Mittel der sogenannten Verhinde­rungs­pflege eingesetzt werden. Die monatlichen Ansprüche können angespart und zu einem späteren Zeit­punkt eingesetzt werden. Wurden beispielsweise in den Monaten Januar bis April keine Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt, steht im Mai ein Betrag von insgesamt 625 Euro zur Verfügung. Es ist möglich, die Restansprüche aus einem Jahr bis zum 30.06. in das darauf­ folgende Jahr zu übertragen. Danach verfallen die nicht genutzten Ansprüche.

EntlastungsbetragEntlastungsbetrag - Für die Verwendung von zusätzlichen Betreuungsleistungen



Wie hoch sind die Sach­leis­tungen und das Pflege­geld?

Die Pflegekasse erstattet monatlich für erbrachte Leistungen maximal fol­gende Leistungssätze, gestaffelt nach Pflegegraden und abhängig von der Leistungsform.

 

  • Sachleistung: Die Pflege wird durch einen Pflegedienst durchgeführt.
  • Pflegegeld: Die Pflege wird von einem Angehörigen durchgeführt. 
  • Kombination: Die Pflege wird von einem Pflegedienst für einen festgelegten, monatlichen Betrag durchgeführt. 
  • Daneben können Entlastungsleistungen, Leistungen zur Tages- oder Kurz­zeitpflege oder Leistungen zur Verhinderungspflege gewählt werden.


Pflegegrad

Pflegegeld ab 01.01.2017

Sachleis­tungen ab 01.01.2022

1

0,00 €

0,00 €

2

316,00 €

724,00 €

3

545,00 €

1.363,00 €

4

728,00 €

1.693,00 €

5

901,00 €

2.095,00 €


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